Links des Monats

Links des Monats Juni 2024

1 The Rolling Stones – Gimme Shelter (Official Visualizer) (youtube.com)

2 The Rolling Stones – Gimme Shelter – top version (youtube.com)

The Rolling Stones – Gimme Shelter (‚Havana Moon‘ Live) (youtube.com)

4 (5) Gimme Shelter – The Rolling Stones – MetLife Stadium – East Rutherford – 23rd May 2024 – YouTube

5 100 Greatest Rolling Stones Songs

Die Links zeigen den Stones-Song „Gimme Shelter“ in verschiedenen Ausführungen: Link 1 in der vom überragenden Intro getragenen Studio-Version, die hier herausragend mit dem wohl 2023 gedrehten Video korreliert, Link 2 in der im langsamen Tempo gespielten Live-Version von 1995, die viele Stonesologen für die beste Liveaufnahme halten, Link 3 mit der ebenfalls überragenden Live-Version von 2016 (aus dem Konzertfilm Havana Moon), Link 4 in einer aktuellen Live-Version vom 23. Mai 2024 (die Amateuraufnahme entwickelt ihren Charme), Link 5 mit dem Official Promo Video (wohl aus den 1980er Jahren mit deutscher Übersetzung im Untertitel). 

Die Lyrik von „Gimme Shelter“ ist apokalyptisch, die Melodie auch, und beides zusammen ist Apokalypse in Potenz – die diesbezügliche Kraft des Songs ist bei entsprechender Lautstärke so überwältigend, dass der Hörer sich geradezu in eine „Erotik der Apokalypse“ verlieren kann, sozusagen als Erscheinungsform des freudianischen Todestriebs. 

Links der Monate März und April 2024

⇒ (11) Ukraine Matters – YouTube

Bezüglich der Aufklärung über die militärische Lage im Ukrainekrieg gibt es wohl nichts zuverlässigeres als die tägliche Berichterstattung von Denys Davydov (vgl. näher: (11) Denys Davydov – YouTube).
Will man in den militärisch-politischen Kontexten gut und parteiisch auf Seiten des gerechten Verteidigungskrieges der Ukraine informiert werden, empfiehlt sich der Kanal „Ukraine matters“ („Was jetzt zählt, ist die Ukraine“).  Der dänische Kanalmoderator Georgi bleibt bei aller Leidenschaft und Polemik analytisch.
Link des Monats Februar 2024
„Dummkopf mit Glatze“, kann es heißen, wenn reflektierte Linke über den Weimarer KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann sprechen. Der von Thälmann präsentierte Arbeiterbewegungsmarxismus war spätestens mit den Entwicklungen in und nach dem 1. Weltkrieg gescheitert; sämtliche Prognosen über den Arbeiter als den neuen, besseren Menschen erwiesen sich als falsch und wurden alsbald zur Horrorvision. Ebenso lag die traditionelle Linke, ob nun sozialdemokratisch oder kommunistisch gefärbt, programmatisch daneben: Man kritisierte die Kapitalisten anstatt den Kapitalismus. Das war Ausdruck davon, den Kapitalismus nicht verstanden zu haben. 
Wegen dieser Irrtümer musste man nicht zwangsläufig Apologet einer Gesellschaft werden, deren Selbstzweck es ist, stets aus Geld mehr Geld machen zu müssen. So haben seit den 1980er Jahren verschiedene Wurmfortsätze der von Adorno, Horkheimer und Marcuse definierten Kritischen Theorie an einer Reformulierung radikaler Gesellschaftskritik gearbeitet. Die Wirkungsgeschichte ist bescheiden; kaum etwas hat die öffentlichen Debatten erreicht.
Links des Monats Januar 2024
Salmoxisbote – Einzig autorisierte WWW-Ausgabe des Boten
Germar Grimsen, Der Salmoxisbote, Philosophische Dreimonatsschrift, 34 Ausgaben, 1993-2002.

In dieser vor gut zwanzig Jahren eingestellten Philosophiezeitschrift, die vollständig online zur Verfügung steht, leiden die Autoren um die Wette (Eigenwerbung: „Suizidanten“, vgl.: Gradiva.de – Inhalt). Auf der Startseite wird über den Begriff Salmoxisbote aufgeklärt, von dort aus sind alle 34 Ausgaben direkt anklickbar. Entweder handelt es sich bei den Aufsätzen, Gedichten und Aphorismen um Eigenarbeiten oder um die Werke (längst) verstorbener Autoren. Die Texte stehen für sich, der Leser erhält keine Vorbemerkung oder Interpretation. Geduld beim Schmöckern kann gefordert sein; irgendwann findet ein am „Da(hin)sein“ (Gohlke) interessierter Leser einen Zugang, und die Lektüre fängt an, Spaß zu machen; die „metaphysische Bedürftigkeit“ (~ Schopenhauer) wird bedient.

Audio: Eine Welt voller Untertanen | anti-capitalism revisited (emafrie.de)

Jens Benicke, Eine Welt voller Untertanen, Audio-Vortrag 2017.

Kann man ohne Kenntnis von dem Verhältnis von „Abstiegsangst und autoritären Charakter“ den globalen Aufschwung autoritärer Politikangebote erklären? Nein, kann man nicht und das mag für die Redaktion von „Emanzipation und Frieden“ ein Grund gewesen sein, angesichts aktueller Entwicklungen diesen sieben Jahren alten Audio-Vortrag wieder nach vorn auf die eigene Website zu setzen. Der Referent Jens Benicke spricht zwar gebrochen, ganz ohne rhetorisches Geschick, aber dafür gibt er eine gelungene Einführung in die „Theorie des autoritären Charakters“. Eingangs zieht es ihn dabei zu Heinrich Manns „Der Untertan“, Marx kommt zu Wort, Freud. Mutter aller umfassenden  Autoritätsstudien ist die Faschismusstudie von Adorno, deren Methodeninventar beispielgebend für andere Untersuchungen werden sollte. „Die Gegenstrategien (der liberalen Moderne gegen den autoritären Charakter) mit Aufklärung, Skandalisierung oder Bildung laufen ins Leere“, schreibt der Einladungstext auf der Website der Gruppe „Emanzipation und Frieden“.

Link des Monats Dezember 2023

Idealistischer Materialismus. Bruno Latour und die Prämissen einer unkritischen Theorie | Krisis

Nick Gietinger, Idealistischer Materialismus. Bruno Latour und die Prämissen einer unkritischen Theorie, Krisis, 19.10.2023.

Leibniz, so heißt es, war der letzte Universalgelehrte; danach scheiterte ein entsprechender Ehrgeiz schlicht an der exponentiell steigenden Menge des Wissens, heißt es auch. Stimmt das? Auf jeden Fall sehen das Positivisten so. Kritische Theoretiker dagegen setzen auf die (die gesellschaftliche Form konstituierenden) Totalitätskategorien, die sie den Erscheinungen voraussetzen – jene Kategorien fungieren sozusagen als Matrix aller Einzelentwicklungen. Und mit diesen Totalitätskategorien (zum Beispiel Ware) kann man dann sehr wohl in universeller Absicht unterwegs sein … – es kommt halt darauf an, so wissen wir seit Horkheimer, diese Totalitätskategorien nicht deterministisch zu verwerten (das führt zum Totalitarismus), sondern kritisch.

Der Autor Nick Gietinger legt dar, warum ein Denken, dass bewusst mit Totalitätskategorien arbeitet und den Mut behält, zwischen Wesen und Erscheinung zu unterscheiden, hoch gehalten werden sollte.

Link des Monats November 2023
streifzuege.org/2023/warten-auf-camus/
Maria Wölfingsleder, Warten auf Camus – zum 110. Geburtstag von Albert Camus, Online, 2023.
Zum Absurden, zur emanzipatorischen Bedeutung der Metaphysik, zu Revolte statt Revolution oder zur metaphysischen Ehre schreibt die Autorin nichts. Bemerkenswert. Stattdessen:
Camus entwickelte Ideen, „die ihrer Zeit weit voraus waren“. Er sei ein „konsequent undogmatischer Denker. Er lehnte nicht nur jeglichen Totalitarismus und Fanatismus ab, sondern auch jedwede unhinterfragbare Ideologie, Philosophie. […] Für viele war es bekanntlich schicker, mit Sartre zu irren als mit Camus der Wahrheit näher zu sein.“ Camus wurde, meint Wölfingsleder, von den meisten Linken zur Persona non grata erklärt. Das hätte sich mit 89 geändert.
Wer über einen längst verstorbenen Großen schreibt, hebt in aller Regel dessen Aktualität hervor. So tut es auch Wöflingsleder und erinnert dabei an Camus Rede von 1957 anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur: „Jede Generation sieht es als ihre Aufgabe, die Welt neu aufzubauen. […] Die Aufgabe unserer Generation besteht darin, den Zerfall der Welt zu verhindern.“ Klar, wenn etwas aktuell ist, dann das.
Link des Monats Oktober 2023

⇒ jungle.world – Marxistische Schrumpfkur

Christian Hofmann, Marxistische Schrumpfkur – eine Kritik an Kohei Saitos Konzept des Degrowth-Kommunismus, Jungle World, 5. Oktober 2023.

Viele halten sich für gebildet, weil sie etwas mit Begriffen wie Nachhaltigkeit, Achtsamkeit oder Ganzheitlichkeit anzufangen wissen. Dieser Artikel gibt eine Ahnung, dass man sich mit dieser Einschätzung täuschen kann. Ohne Totalitätsbegriffe, die sich aus einer zeitgemäßen Lesart der „Kritik der Politischen Ökonomie“ ergeben, bleibt die Welt unverstanden; wer  Erkenntnis sucht, kommt mit dem Begriff „Wert“ in Kontakt.

Der Autor Christian Hofmann weiß das und kritisiert das in Japan massenhaft gelesene Buch „Systemsturz“, in welchem der marxistische Philosoph Kohei Saito eine Reduzierung von Konsum und Produktion fordert. Zwar lege Saito  komplexe Sachverhalte gut dar und erkenne auch die desaströse und endlose  Selbstzweckbewegung, aus Geld mehr Geld machen zu müssen, will das System nicht zusammenbrechen. Aber je tiefer Saito in die Materie eindringt, desto unschärfer würde er. Hofmanns Kritik an Saitos Buch mündet in den nur für Kritische Theoretiker zugänglichen Satz: „Die Arbeit als Substanz des Werts wird nicht berücksichtigt“.

Lesen wir kurz weiter in den Artikel rein: “ […] Der Begriff Wert taucht nur noch als Zerrbild der Marx’schen Analyse auf. […] Saitos Anliegen, die Marx’sche Theorie aus den Fängen des Produktivismus zu befreien, ist dringend geboten. Erst recht gilt dies für sein Bestreben, klarzustellen, dass kapi­talistischer Überfluss nicht mit Freiheit oder Wohlstand verwechselt werden darf. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass das Buch zumindest Diskussionen über diese zentralen Einsichten befördert.“

Was lernt ein Leser, der mit solchen Problematisierungen nie etwas zu tun hatte? Will man Erkenntnisse bekommen und das übliche Gerede einzuordnen wissen, kommt man an der Wertkritik, die Hofmann in seinem Artikel nur anschneiden kann, nicht vorbei. Ohne ein Verständnis der Totalitätskategorie Wert kann man nichts neues schaffen, sondern lediglich wiederholen.

Links des Monats September 2023

jungle.world – Blick zurück nach Süden

Jens Kastner, Blick zurück nach Süden, Jungle World, 31. August 2023.

Die Geschichte der Linken ist ohne ihre Theoriegeschichte nur fragmentarisch zu verstehen. War man in der Theorie lange unterwegs, erträgt man sie in aller Regel nur noch über Sekundärliteratur, die ohne Umschweife auf den Punkt kommt. Dieser Artikel über Antonio Gramsci (1891-1937) ist ein einziger Punkt – vergesst die Systematik des entsprechenden Wikipedia-Artikels. Die von Gramsci geprägten Begriffe „Subalterne“ und „kulturelle Hegemonie“ können vom Leser in ihrer ganzen Reichweite sofort erschlossen werden. Der Hinweis zu Gramscis „Gefängnisheften“ geben dem Leser eine Ahnung, wie seine persönliche Leidensgeschichte ihn geistig beeinflusst haben mag, und die Rolle, die Gramsci den Intellektuellen zuschreibt, zeigt, dass es in der Hochzeit leninistischer Berufsrevolutionäre interessante gedankliche Angebote für einen undogmatischen Linken gab.

Absurdes Theater: Alle Merkmale, Definition und Stücke (xn--prfung-ratgeber-0vb.de)

Prüfungsratgeber, 4. September 2023.

Auch ein Lernportal kann Spaß machen. Was ist absurdes Theater? Die Zuschauer sollen die Sinnlosigkeit des Lebens und die Absurdität der Welt erkennen. Es macht frei, sich immer mal wieder an seine Wahrheiten zu erinnern. Die Christen tun das jeden Sonntag.

Link des Monats August 2023

Russland: Das Debakel in Afghanistan ist unvergessen (nzz.ch)

Ulrich Schmid, Von Russland geht ein Gespenst um: die Erinnerung an die Schmach von Afghanistan, Neue Zürcher Zeitung, 4. Juli 2023.

Nur Grusel: Vom Zarismus zum Stalinismus zum Putinismus; dazwischen Phasen der Hoffnung. Der Artikel räumt auf mit den Geschichtsrevisionen Putins, ausgehend vom Debakel in Afghanistan.  „Der Westen könnte sich noch wundern, wie schnell das Volk von Putin und seiner kriegslüsternen Kamarilla abrückt, wenn ihm das Wasser zum Hals steht“, heißt es im Artikel.

Links des Monats Juli 2023

⇒ Ostermarsch-2023-Russland-raus-aus-der-Ukraine-1.jpg (481×460) (emafrie.de)

Lothar Galow-Bergemann, Vorschlag für ein Plakat zum Krieg gegen die Ukraine, 2023.

Wie traditionelle Grafik mit zwei richtigen Forderungen gut harmonieren kann …

Stoizismus in der Gegenwart – Die Stoa als moderne Lebensphilosophie (stoa-heute.de)

Die Website stoa-heute.de ist schon in ihrem Design stoisch, man kann die klare Gestaltung genießen; dass die Texte in der Regel recht kurz sind, passt dazu. Stets begegnet man Epiktet, Mark Aurel und Seneca, also den klassischen Helden der Stoa. Kritik und Stoizismus passen gut zusammen, von daher ist es unverständlich, dass man auf der Website keine substanziellen Verbindungen zur Frage der Bedeutung von gesellschaftlichen Verhältnissen findet. Das wäre dann so etwas wie ein linker Stoizismus. Tipp: Anfangen mit der Rubrik „Gewinne Abstand von deinen Problemen“ (Startseite runterscrollen).

Links des Monats Juni 2023

Narzissmus als Norm. Psychische Deformation in der spätkapitalistischen Gesellschaft

Peter Samol, Narzissmus als Norm. Psychische Deformation in der spätkapitalistischen Gesellschaft, Krisis, 2019.

Seit den Nullerjahren gibt es die Narzissmus-Welle; bei persönlichen Verwerfungen wird schnell zum Narzissmus-Vorwurf gegriffen.

Für den Autor ist Narzissmus eine Reaktion auf die Angst, im Kapitalismus zu scheitern. Erfolgreich seine Ware Arbeitskraft zu verkaufen, sei in unserer Gesellschaft höchstes, unbewusstes Gut. Die in der bürgerlichen Kleinfamilie gelernte Aufstiegsorientierung würde im postfordistischen Zeitalter der allgemeinen Zukunftsunsicherheit  zur Manie – Narzissmus sei die logische seelische Deformation der heutigen Zeit.

Sodann agiert der Autor mit Sätzen, die es sich lohnt, zwei Mal zu lesen: „Die Individuen tun alles, um das Gefühl (des immer möglichen Abstiegs) zu verdrängen, denn es fühlt sich an wie ein Todesurteil.“  „Aus dem Verkauf der Arbeitskraft wird zunehmend der Verkauf der eigenen Persönlichkeit.“ „Ein solches Leben korrespondiert mit intensiven Gefühlen von Leere und von fehlender Authentizität.“

Man sollte diesen Aufsatz nur lesen, wenn man geübt ist in der Verdauung radikaler Gesellschaftskritik. Sonst meldet sich beim Leser Ohnmacht. Der Autor agiert auf Grundlage der Erkenntnisse der kritischen Theorie zur Psychoanalyse und der Erkenntnisse der wertkritischen Arbeitskritik (vgl.: Manifest gegen die Arbeit). Dass Arbeit selbst in der Form der Lohnarbeit nicht immer als Ungetüm empfunden wird, sondern zuweilen auch als sozialer Konstituierungsprozess und als lebenswerte betriebliche Identität, ist bei radikalen Arbeitskritikern lediglich auf das falsche Bewusstsein der Lohnarbeitenden zurückzuführen – mit dieser Radikalität gibt es wenig Raum für Zwischentöne. Selbiges merkt man auch diesem Aufsatz an.

jungle.world – Engere Grenzen

Jörn Schulz, Engere Grenzen, Jungle World, 1. Juni 2023.

Wer das staatliche Gewaltmonopol ausschließlich als eine zivilisatorische Leistung sieht, wird hier möglicherweise zum Nachdenken gebracht. Der Autor schreibt mit einem feinen Hass auf den Kapitalismus, so heißt es im Untertitel seines Artikels: „Was interessiert mich der Dax …“ Dass Militanz sinnige gesellschaftliche Entwicklungen nach sich ziehen kann, glaubt der Autor am Beispiel der militanten Anti-AKW-Bewegung der 1970er und 1980er Jahre zu sehen: Ohne sie hätten wir heute immer noch eine Zukunft mit Atomkraftwerken.

Links des Monats Mai 2023

⇒ https://www.streifzuege.org/2023/die-sorge-um-mich/

Reimer Gronemeyer, Die Sorge um mich … Mein Ende und das Ende der Welt: das radikalisierte Individuum, Streifzüge 86, 2023.

Der 83-jährige Autor sorgt sich angesichts seiner näher rückenden Endlichkeit um den gesellschaftlichen Umgang mit den Schwachen, explizit den Alten. Die Probleme lägen tiefer als lediglich in der Frage der materiellen Ausstattung von Altenheimen und Hospizen; das Problem sei, dass auch die Altenpfleger oft ein „radikalisiertes Individuum“ sind, das „die Welt nur als Ressource zur Befriedigung seiner Bedürfnisse sieht“ – die Hospizbewegung müsse sich an ihre „zivilgesellschaftlichen Wurzeln“ erinnern, sie brauchte Menschen, die sich „von Natur aus“ sorgen. Der Autor stellt Kontexte zur globalen ökologischen Krise her.

⇒ magazin (magazinredaktion.tk)

Das konspirationistische Manifest, 2022.

Wer Lust hat, etwas richtig abgedrehtes zu lesen, der ist hier richtig. Verschwörungstheoretisches in Potenz; eine Mischung aus Verfolgungswahn und Welterklärung – nur die ehemalige „Marxistische Gruppe“ (heute Zeitschrift Gegenstandpunkt) verstand diese spezifische Form der Todesangst besser. Blind lesen sei empfohlen, man sollte nicht jeden Satz verstehen wollen – hinter dem Geschriebenen steht keine hohe Komplexität, sondern geistiges Durcheinander.