Daniel Defoe, Robinson Crusoe, mareverlag 2-2019.
Wertige Neuausgabe des Klassikers zum 300. Geburtstag der Erstauflage. Der Roman begründete ein ganzes literarisches Genre: die Robinsonade. Das sind Abenteuergeschichten jenseits der Zivilisation, die romantische Sehnsüchte wie melancholisch-nihilistische Ängste bedienen. Im Original „Robinson Crusoe“ lebt der Held nach einem Schiffbruch 28 Jahre allein auf einer Insel. Er muss sich durchschlagen, tut selbiges großartig, oft geht es ihm gut – diese Erfahrungen schreien natürlich nach Zivilisationskritik. Hermann Hesse: „eines der schönsten Bücher der Welt“ – „schön“ reicht vielleicht: Es ist schön, dass der Held auch klar kommt, als er wieder in eine der damals modernsten Zivilisationen (England) zurückkommt; Autor Defoe, der erste Frühsozialist, will in diesem Schlussteil mehr mitteilen, als die Rezensionen gewöhnlich erfassen …


Eine Antwort auf „Lieber allein als G – G‘ ?“
[…] Hier die Mutter aller Robinsonaden. Wer sprach warum von der „Vereinzelung des Einzelnen“? Googeln und schlauer werden. […]