Freida McFadden, Die Psychaterin, Heyne 2026.
Eine Psychaterin überführt eine Patientin als Dreifachmörderin. Danach gibt es weitere Tote.
Thriller-Bestseller im leichtgängigen Schreibstil: ohne Einschübe, Verschachtelungen, Satzverkürzungen, Verzögerungslaute, Bildungswörter; ganz im Alltagsverstand. Es fehlt nicht an für das Genre unentbehrlichen überraschenden Wendungen. Die Geschichte ist ausgesprochen mitreißend, verliert aber an Glaubwürdigkeit infolge eines Logikbruchs, als sich die Patientin, dargestellt in der Ich-Erzählung, unwissend gegenüber ihren eigenen Taten zeigt. Die Patientin ist gerissen und scheint geradezu das Böse schlechthin zu verkörpern; andere Figuren werden dagegen als komplexere Charaktere dargestellt. Als zum Schluss eine weitere Mordabsicht ins Spiel kommt, endet die Geschichte als Karikatur.

