Kategorien
800 Zeichen

Hochspannung. Aber dann …

Freida McFadden, Die Psychaterin, Heyne 2026.

Eine Psychaterin überführt eine Patientin als Dreifachmörderin. Danach gibt es weitere Tote. 

Thriller-Bestseller im leichtgängigen Schreibstil: ohne Einschübe, Verschachtelungen, Satzverkürzungen, Verzögerungslaute, Bildungswörter; ganz im Alltagsverstand. Es fehlt nicht an für das Genre unentbehrlichen überraschenden Wendungen. Die Geschichte ist ausgesprochen mitreißend, verliert aber an Glaubwürdigkeit infolge eines Logikbruchs, als sich die Patientin, dargestellt in der Ich-Erzählung, unwissend gegenüber ihren eigenen Taten zeigt. Die Patientin ist gerissen und scheint geradezu das Böse schlechthin zu verkörpern; andere Figuren werden dagegen als komplexere Charaktere dargestellt. Als zum Schluss eine weitere Mordabsicht ins Spiel kommt, endet die Geschichte als Karikatur.

Die Patientin und ihre Man suchen und finden mit ihrem Mann ein einsam gelegenes Haus irgendwo auf Long Island. Klar, hier geschehen schreckliche Dinge; lange bleibt es ungeklärt, warum bei der Ankunft im ersten Geschoss das Licht brennt.
Die Patientin und ihr Mann ziehen in ein einsam gelegenes Haus, das einer Kathedrale ähnelt, irgendwo auf Long Island. Klar,  hier geschehen schreckliche Dinge. – Dieses Bild ist KI generiert.