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Kurzrezensionen seit 2020

Gewöhnlich, aber angenehm fesselnd 

John Grisham, The Testament, Century Books 1999.

John Grisham, The Testament, Century Books 1999.

Ein Milliardär verdirbt den Verwandten die Freude an seinem Tod, denn im Testament gehen sie fast leer aus. Ob die Familienmitglieder mit der Anfechtung des Testaments Erfolg haben, wird zur Leitfrage der Geschichte. Held des Romans ist der Alkoholiker Nate O’ Riley, der den seelisch verwahrlosten Verwandten das Leben schwer macht. Im tiefen Dschungel Südamerikas wird es dann spannend. – Wer Roadmovies mag und dem Autor Stereotypenbildung und christliche Verbrämung verzeiht, der wird Gefallen an dem Buch finden; Grishams Erzähltempo wirkt meditativ. Den lebenssatten, authentischen Helden muss man mögen; der Autor verrät nicht zu viel über ihn, so kann der Leser ihn nach eigenem Geschmack interpretieren. Geläufiges US-amerikanisches Englisch.